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Zuletzt geändert
am 13. Febr. 2012

 
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Madou Kone

Meister des Balafons und der Djembe, Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist, Texter, Lehrmeister

 

Benno Sterzer über Madou Kone, im Juli 2011:

Madou Kone ist mein wichtigster Lehrer für afrikanische Musik, und mein häufigster Mitmusiker. Mit ihm spielte ich von 1991 bis zu seiner Erkrankung in den Formationen Duo Balafon, Sanza und Phoenix Percussion Project. Ihm verdanke ich den intensiven Zugang zur Musik seiner Heimat, viel Ermutigung und Unterstützung, meine Kenntnisse in der Musik Westafrikas und im Allgemeinen zu vertiefen, sowie ausführliche Hintergrundinformationen dazu.

Im April 2008 erlitt Madou eine Vaskulitis (virale Gefäßerkrankung im Gehirn), mit körperlichen Folgen ähnlich denen eines Schlaganfalls (Artikulations- und Motorikprobleme). Nach mehreren Monaten Spitalsbehandlung und medikamentöser Einstellung geht es ihm heute insgesamt besser, dank intensiver medizinischer und physiotherapeutischer Betreuung kann er sich wenigstens wieder mit Musik beschäftigen, wenn auch nicht auf der Bühne. Er kann bei Bedarf wieder Instrumente reparieren, insbesondere Djembes nachspannen und Balafone nachstimmen. Ansonsten nimmt seine Behandlung (Untersuchungen, Reha-Maßnahmen) viel Zeit in Anspruch... Er selbst bleibt optimistisch! Das ist wohl das Wichtigste.

Dank der Unterstützung vieler FreundInnen kann sein Leben in Österreich derzeit finanziert werden. Zusätzliche Spenden sind aber jederzeit gerne willkommen, um Sonderausgaben zu begleichen und seinen Lebensunterhalt langfristig abzusichern. Wer ihm helfen kann und will, entweder mit einer Einmalspende oder - noch besser - mit einem Dauerauftrag für z. B. 6 Monate, möge bitte auf folgendes Konto überweisen:

Kto 1001767 lautend auf "Beatfactory - Spendenkonto Madou Kone", bei RaiBa Reg. St. Pölten, BLZ 32585

Danke schön!

 

Madou Kone - Kurzbiographie

Madou Kone, Jahrgang 1949, stammt aus Bobo-Dioulasso, der Musikerstadt in Burkina Faso/Westafrika. Im Alter von 15 Jahren beschloss er, Musiker zu werden und trat drei Jahre später in das Ensemble Instrumental de Bobo-Dioulasso ein, ein großes Orchester mit Tänzern und Schauspielern, hiesigen Opernensembles vergleichbar. Kurz darauf wurde er Mitglied der Tanztruppe "Kuledafru", mit der er erstmals nach Europa reiste. Nach 10jähriger Tätigkeit mit prägendem Einfluss auf die musikalische Entwicklung dieser beiden nationalen Gruppen verließ er diese, um für einige Jahre wieder ausschließlich in Cabarets (Hirsebier-"Heurige") und auf traditionellen Festen wie Hochzeiten oder Tauffeiern zu spielen. Er nutzte diese Zeit dazu, seine eigene Formation Wountey zusammenzustellen, in deren musikalischem Programm er auch Elemente des Pop, Jazz und Reggae integrierte. Von 1988 - 1993 führten ihn regelmäßige Tourneen nach Europa, wo er als ausgezeichneter Balafon- und Djembesolist seit 1990-2009 bei Sanza spielte. 1993 wurde er Mitbegründer des Phoenix Percussion Project. Von 2002-2006 war Madou auch Perkussionist bei Sigi Finkel & African Heart. Außerdem war er Ensemblemitglied bzw. gern gesehener Gast bei folgenden Bands: Zobatuba, Enzmeet, Mamadou Diabate's Percussion Mania, Keba Sissokho, Afro Mandeng, Akuaba u.a. Daneben begleitete er jahrelang die Tanzkurse des senegalesischen Tänzers Aliou Dieme.

CDs mit SANZA, PHOENIX PERCUSSION PROJECT, DUO BALAFON, SIGI FINKEL'S AFRICAN HEART